Achillessehnenprobleme

Zur Historie

Benannt nach dem griechischen Helden Achill, dessen Mutter ihn unsterblich machen wollte und ihn deshalb in den Fluss Styx tauchte. Sie hielt ihn an der Ferse fest, so dass er dort nicht benetzt wurde und somit war dies seine einzige verwundbare Stelle. Diese Sehne hat man ihm im Kampf durchtrennt und somit einen Hackenfuß erzeugt, Achill wurde durch diese Verletzung kampfunfähig.

Grundlagen zur Achillessehne

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie setzt am oberen Ende des Fersenbeins auf der Wadenseite an und endet körpernah im 3-köpfigen Wadenmuskel (Musculus Gastrocnemius und Musculus Soleus). Die Achillessehne sorgt für einen kräftigen Abstoß des Fußes beim Laufen, Gehen, etc.

Achillessehnenprobleme

Die Beschwerden rund um die Achillessehne werden in der Fachsprache als Achillodynie bezeichnet.
Verkürzt sich die Achillessehne entsteht ein sogenannter Spitzfuß, d.h. die Ferse hat beim Gehen keinen Bodenkontakt mehr. Ursachen: schlechte muskuläre Beinstatik, mangelnde Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks, schlechte Stoßdämpfung. Verlängert sich die Achillessehne entsteht ein Hackenfuß, d.h. der Bodenkontakt des Vorfußes geht verloren. Ursachen: Sehnen- bzw. Muskelrisse.

Bei beiden Erscheinungsbildern kann eine sogenannte Innen- oder Außenkantung als Begleitsymptom vorhanden sein. Ist dies der Fall können zusätzlich Beschwerden im Mittelfuß bzw. Vorfuß auftreten.

Bei Reizung des Achillessehnenansatzes an der Ferse (mechanisch durch Schuhreibung oder durch Überlastung beim Bewegen) kann es zur sogenannten Haglundferse kommen. Bei diesem Erscheinungsbild verdickt sich der Ansatz am Fersen und je nach Reizzustand zeigen sich die Schmerzen.

Grundsätzlich gilt:
Entzündete Achillessehnen sind schlechter durchblutet und somit auch schlechter ernährt. Die Belastungsfähigkeit sinkt. Dadurch können die Schmerzen chronisch werden und die Behandlungsmöglichkeiten werden eingeschränkt.

Versorgung

In der Regel ist eine Versorgung mit orthopädischen Einlagen ratsam, welche dämpfend aber nicht zu weich sein sollten. Je stärker Knickkomponenten nach innen oder außen als Begleitsymptome auftreten, desto fester und korrigierender müssen die Einlagen sein. Zusätzlich können auch am Schuh Abrollhilfen, falls nötig auch mit Schrittrichtungskorrektur, angebracht werden.